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Communiqués
Communiqué 10.05.2011
10.05.2011
Autor: VSHF

SG-Kantonspolizei - Mit Streifenwagen zu den Schlafzimmern

Peinlichkeiten aus dem Untersuchungsamt Gossau

 

Hans Zuber (Name geändert) wollte frühmorgens zur Arbeit, als Streifenpolizisten bei ihm vorfuhren, einen Untersuchungsbefehl vorzeigten, ins eheliche Schlafzimmer eindrangen und die zwei dort aufgefundenen Kissen mitnahmen. Die Szene wiederholt sich in acht Kantonen, an insgesamt 78 Käuferadressen, wohin mit Dienstwagen detachierte SG-Kantonspolizisten extra unterwegs sind, Kissen zu beschlagnahmen, letzthin noch im zürcherischen Feldmeilen. Die Koordination übernimmt aus Gossau die Untersuchungsrichterin Claudia Widmer.

 

Es geht um 1 kg schwere Ruhekissen, mit Dinkelspreu und (unrauchbarem) Industriehanf (sativa non-indica) gefüllt, die im Kanton St. Gallen seit Jahren hergestellt und verkauft werden zum Preis von hundert Franken, bisher ohne Probleme zu gegenwärtigen.

 

„Diese Kissen sind aber getarnte Betäubungsmittel“ begründet Frau Widmer die überkantonale polizeiliche Mobilisation. Die Kissen-Akten füllen nunmehr schon zwei ganze Bundesordner, in nur vier Wochen zusammengestellt: Steuer- und Gemeindebehörden werden avisiert, Telefonüberwachungen angeordnet, Zeugen befragt, das SG Polizeilabor erstellt am laufenden Band und in der Rekordzeit von nur 24 Stunden Wirkstoffgehalts-Analysen der Hanfkissen. Für Frau Widmer ist es zwar das erste Mal, dass sie sich mit Industriehanf beschäftigt, aber: „Ich weiss, was ich tue. Ich tue das, was mein Chef will“. Chef ist der Erste Staatsanwalt Thomas Hanfjakob, seit 15 Jahren ganz persönlich eingebunden und führend im antihanf-Aktivismus - ob Cannabis (Marihuana) oder harmlosen Industriehanf macht keinen Unterschied, spielt bei ihm keine Rolle (unten).

 

Ramos/Holenweger-Syndrom auch mit Industriehanf

Die Zeitschrift Weltwoche bezeichnet den SG Ersten Staatanwalt als „Hauptverantwortlicher für das Debakel“, beschreibt ihn als geltungsbedürftig, ohne Scheu vor Übertreibungen und Faktenmanipulationen (unten). Das gilt offenbar auch in Sachen Hanf: Schweizer Industriehanf (1 % THC) sei gefährlich, beteuert der Chef über alle Staatsanwälte/innen, Untersuchungsrichter/innnen und über die gerichtliche Polizei des Kantons St. Gallen. „Industriehanf ist rauchbar, das wird von zahlreichen Konsumenten täglich belegt“ schreibt er ganz offiziell. Aufgefordert, diese Belege zu dokumentieren, mauert sich Hanfjakob in Schweigen. Belege hat er ja keine - auch hier wieder Übertreibungen, Faktenänderungen und Lügen in Amtsausübung -, weil ein Cannabiseffekt, so das Bundesamt für Gesundheitswesen, die Gesundheitsbehörden und die Wissenschaft einstimmig, nicht schon ab 1 % THC wahrnehmbar ist, sondern erst ab 10 % THC, im Durchschnitt 15 %.

 

Rechtsanwalt meldet sich

Die Jagd auf Hanfruhekissen gibt es schweizweit nur im Kanton St. Gallen und erst noch seit nur vier Wochen. Der SG Rechtsanwalt Andreas Fäh hatte privat fünf solcher Hanfruhekissen gekauft - jetzt hat er sich bei UR Widmer gemeldet und versprochen, ihr die Kissen freiwillig abzuliefern. Obwohl er weiss, dass sie ganz legal sind. Es droht ihm jedoch ein Strafverfahren wegen Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz: „Ich kann es mir als Anwalt nicht leisten, diese legalen Kissen zu behalten.“

 

VSHF

 

 

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Der VSHF unterstützt Anbau und Vertrieb von einheimischem Agrar- und Industriehanf (sativa).
Der VSHF unterstützt weder das indische Hanfkraut (alias 'Marihuana'),
noch dessen Harzpräparat (alias 'Haschisch').





VSHF, Postfach, 9004 St.Gallen, Telefon/Fax: 071/672 62 40 Email: info@asac.ch