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Communiqué 31.10.2011
31.10.2011
Autor: VSHF

Hersiwiler Industriehanf – Solothurn: Unwillkommene Blamage für die Beschwerdekammer

Hanf-Analysen ganz falsch gemacht

 

Weil der Chef der Abteilung Wirtschaftsdelikte und organisierte Kriminalität der Solothurner Staatsanwaltschaft und der Leiter des Zentrallabors (Lebensmittelkontrolle) beide schluderig arbeiteten, haben die nichts ahnenden Richter der Beschwerdekammer des Obergerichts Verfügungen getroffen, ein Urteil gefällt, auch das Bundesgericht wurde bemüht, alles aufgrund ungültiger Hanfanalysen. Eine Premiere seit der Gründung des Solothurner Obergerichts anno 1831: Im Jahr der liberalen Revolutionsverfassung gehörten unterschiedliche Massstäbe in der kantonalen Rechtsprechung endgültig der Vergangenheit an (Wikipedia).

 

Zum besseren Verständnis diene ein Gleichnis: Der Zuckergehalt (Oechslegrad) einer Weinrebe wird errechnet, indem kreuz und quer an verschiedensten Stellen Trauben eingesammelt, zu einem Brei verarbeitet werden, welcher alsdann auf den Zuckergehalt analysiert wird. Von nur drei Trauben auf den Zuckergehalt der ganzen Rebe zu schliessen, ist unwissenschaftlich und vor Gericht nicht statthaft. Gleich verhält es sich methodisch mit den Hanfpflanzen: 30 Pflanzen sind nötig zur Erstellung einer gültigen Wirkstoffanalyse. „Eine Pflanzenprobe besteht aus dreissig Blütenständen“ (Eidg. Volkswirtschaftsdepartement, Saatgutverordnung 1999) und „Von jedem Bestand 50 blühende weibliche Einzelpflanzen“ (Eidg. Forschungsanstalt Reckenholz, 2002). Die Schweizerische Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGRM), massgebend für die forensische Untersuchung im Rahmen des Schweizerischen Betäubungsmittelgesetzes und seinen entsprechenden Verordnungen, verlangt von den Labors „30 Blütenstände von 30 verschiedenen Hanfpflanzen“ zu nehmen.

 

Überall wird diese Norm eingehalten – ausser im Kanton Solothurn. Staatsanwalt J. Gutzwiller, Chef Abteilung Wirtschaftsdelikte und organisierte Kriminalität, lieferte dem Labor lediglich drei Pflanzenteile als Untersuchungsmaterial. Laborleiter Dr. Walter Bussmann, indem er nicht 30 Blütenstände von 30 verschiedenen Hanfpflanzen einforderte, hat in seiner Tätigkeit als forensischer Experte einen schweren Berufsfehler begangen und, indem er falsche Entscheidungsgrundlagen lieferte, das Strafverfahren eigentlich ins Rollen gebracht und die irregeleitete Richterschaft blamiert.

 

VSHF

 

 

Mehr Informationen: Vademecum zu THC



 
 
Der VSHF unterstützt Anbau und Vertrieb von einheimischem Agrar- und Industriehanf (sativa).
Der VSHF unterstützt weder das indische Hanfkraut (alias 'Marihuana'),
noch dessen Harzpräparat (alias 'Haschisch').





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