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Die Rubrik ‚PRESSE' beinhaltet die Beiträge der geschriebenen Presse in Sachen Wiedereinführung, Anbau und Verwertung von einheimischem Hanf (sativa non-indica), initiiert vom Verein Schweizer (Bauern)Hanffreunde/innen (VSHF). Von 1993 bis 1996 bezogen sich die Zeitungsbeiträge, alle positiv, nur auf den vom VSHF propagierten Hanf, weil es ja damals nur diesen gab. Die allermeisten Beiträge brachten nützliche und wahre Informationen über Hanf, Botanik, Industrie und Gesetz. Ab 1996 stieg mit indischem, gen-modifiziertem Hanfkraut (alias ‚Marihuana'), eine unappetitliche Szene auf, mitsamt vielen Klein- und Großdelinquenten, die bald die ganze Medienaufmerksamkeit monopolisiert hatten.

Ab 1998 gab es einen anderen Typ von Medienschaffenden: Man berichtete nur noch über Razzien und Verurteilungen und übernahm Stellungnahmen der Behörden teils wörtlich im Text. Galgenvögel, vielmals aus dem Ausland, wurden als Hanfbauer porträtiert, man vehikulierte undeutsche Wörter, positiv ausfallende Gerichts- und Verwaltungsentscheide werden nicht (mehr) erwähnt...

Die Rede hier ist nicht 'von der Presse' im Allgemeinen, sondern von einzelnen Berichterstattern. Von jenen die nur Negatives und Abschreckendes mit Hanf verbinden, aus Unwissen oder weil sie sich angezogen fühlen. Von jenen die vom Hanf ein Bild malen, das abschrecken soll. Vom Schönen und vom Guten betreffs Hanf wissen sie nichts, berichten sie nicht. Ihr Weltbild in Sachen Hanf besteht aus Marihuana, Hasch, Joint, Gras, Cannabis, Polizei, Razzia, Untersuchungsrichter, Strafbehörden und THC. Von Marginalen, Asozialen, Kleindieben ist die Rede, von Geschöpfen, die dem Volk zu recht widerlich erscheinen (cave murem). Die Kultperson ist ein langhaariger Bauernhooligan aus dem Wallis, dort bekannt als Bankräuber mit 40 Monaten Zuchthaus. Zu hoffen ist das Aufkommen von Medienschaffenden mit neuen Augen, um zu sehen, dass es einen schönen, sauberen, gesunden Hanf gibt.

Der allererste Zeitungsbeitrag über Hanf erschien am 1. Oktober 1992:


und war inhaltlich schon falsch: Die Initiative des VSHF verlangt nicht die "Entkriminalisierung von verurteilten Haschkonsumenten" (man entkriminalisiert eine Handlung oder eine Ware, aber nicht einen Verurteilten), sondern die "Aufhebung der Hanfurteile". Und: Der VSHF befürwortet nicht Haschisch, sondern einheimischen Hanf.

Haschisch oder Hanf (Schnaps oder Panachée), der Unterschied ist nicht bekannt, wird nicht gemacht. Gestern schon und heute noch ist die Fachkenntnis der mit Hanf sich abgebenden Medienschaffenden minimal bis ganz abwesend - nichtsdestoweniger wird seit 1993 munter geschrieben und die Bevölkerung weiterhin der krassen Ignoranz überlassen.

Das Recht auf Information, auf freie Meinungsäusserung und auf Kritik ist ein grund- legendes Menschenrecht. Vom Recht der Öffentlichkeit auf Kenntnis der Tatsachen leiten sich die Pflichten und Rechte der Journalisten/innen ab. Sie unterschlagen keine wichtigen Elemente von Informationen. Sie berechtigen jede von ihnen veröffentlichte Meldung, deren materieller Inhalt sich ganz oder teilweise als falsch erweist."
-Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalisten/innen- Schweizer Verband der Journalisten/innen

Fra il dire e il mare, c'é in mezzo il mare: Der Appel des Presserats, die Wahrheit zu suchen , bleibt ungehört. Die Eigengesetzlichkeiten der Massenmedien resultieren in einer anderen, oft einseitigen Darstellung der Realität. Man macht die Entdeckung, daß generell kein Eigenwissen existiert, sondern ein wie auch immer begründetes Vorurteil, das ihnen die Beschäftigung mit diesem Gebiet erspart. Gesetz, Botanik, Allgemeinwissen ja sogar gesunder Menschenverstand sind grösstenteil abwesend wenn über Hanf berichtet wird. Dem VSHF ist bisher kein Medienschaffender begegnet, der den kurzen Text des Betäubungsmittelgesetzes überhaupt gesehen, studiert oder auch nur ein Interesse daran bekundet hat: "Mich interessiert nicht, was im Gesetz steht, sondern was die Polizei macht" (FACTS-Reporter Dunkel, heute Chefredaktor ‚Schweizer Familie'). Die Berichterstattung ab 1996 entsteht nicht mehr durch Wahrheitssuche, sondern durch Übernahme und kritiklose Weitergabe von Angaben aus Polizei, Verwaltung und Politik: "Die SRG stützt sich auf Grundlagen des Bundesamts für Gesundheit" (Rechtsdienst SRG). Somit begrenzt sich die Hanfmedienwahrnehmung auf meist falschen Allgemeinplätzen und vulgären Gassen- und Szenebegriffen wie Hasch, Gras, THC, Joint, Shit, kiffen, und gezielt vergröberten, simplifizierten Darstellung der Hanfbeschäftigten als inkontinente, verblödete und geldgierige Figuren, die es allerdings auch gibt und daraus die Massenmedien - allen voraus das SF-DRS, der ‚Tages-Anzeiger' und die ‚WOZ'- das Wesentliche ihres medialen Rohstoffs schöpfen.

Das Schöne, das Edle mit und um Hanf kommt nicht (mehr) zu Wort.

Um den heutigen Zustand in der Schweiz verstehen zu können, denke man an ein alkoholverfeindetes Land, wo Obstbäume Schnapsbäume genannt werden, wo vom Alkoholgehalt der Früchte gesprochen, wo der Obstanbau nicht unter dem normalen Aspekt von Konfitüreproduktion, Fruchtsäften und Lebensmitteln dargestellt wird, sondern einzig mit Schnapsbrennen und damit beschäftigten zwielichten Gestalten, die vom normalen Bürger zu Recht als abstoßend empfunden werden.

Konkret heisst dies, dass in den heutigen Medienbeiträgen über Hanf und Gesetz die vermuteten Wünsche eines Polizei- und Behördensegments antizipierend bedient werden. Dementsprechend wird die Bevölkerung falsch informiert. So wird mit der angehenden BetmG-Revision nicht, wie es die Medien lauthals verkünden, eine Liberalisierung in die Wege geleitet, sondern genau das Gegenteil: Das heute geltende freiheitliche Gesetz wird abgeschafft und die totale Prohibition der Hanfkrautpflanze nach US-Model eingeführt. All dies unter gütiger Mitwirkung der halbmanipulierten, halbmanipulierenden Massenmedien.


VSHF, Postfach, 9004 St.Gallen, Telefon/Fax: 071/672 62 40 Email: info@asac.ch