Communiqué 18.01.2003

Publié par : ASAC.

Verein Schweizer Hanf-Freunde/innen


Association Suisse des Amis du Chanvre


Associazione Svizzera degli Amici della Canapa


Associaziun Svizzra dils Amitgs dil Coniv


 


Postfach, CP, 9004 St. Gallen


Tel/Fax: (071) 672.62.40


Internet: www.asac.ch


Email: info@asac.ch



Affaire Beerli: Le Conseil des Etats ne traitera pas une deuxième fois de la révision de la loi fédérale sur les stupéfiants


La chancelière de la Confédération saisie du problème


 


C’est en substance ce qu’a écrit fin décembre l’alors président en exercice, Anton Cottier, à la Coordination Chanvre Suisse. Un avis de droit constatait que le Conseil des Etats, mal informé lors de la session d’hiver 2001, avait adopté une loi scientifiquement fausse.


 


Il s’agit des débats conduits par le Conseil des Etats lors de la session d’hiver 2001, concernant le chanvre et le taux de tétrahydrocannabinol (THC) en dessous duquel le chanvre n’a pas d’effet notable et n’est donc pas un stupéfiant. Croyant prendre une mesure de santé publique, les conseillers aux Etats s’étaient décidés pour un taux de 0, 3 % THC. Or, il s’agit là d’une norme sans portée médicale ou toxicologique, édictée dans les années 80 par l’administration agricole de l’Union Economique Européenne.


 


Le Conseil des Etats avait reçu des assurances formelles de la part de la rapporteuse, Christine Beerli: «Il est scientifique prouvé qu’un effet stupéfiant s’installe à partir de 0,3 % THC déjà. L’ordonnance prévoit un taux de 0,3 %». En réalité, ce n’est qu’à partir de 2 %, respectivement 4 %, qu’un effet ‘enivrant’ se fait sentir et un effet ‘stupéfiant’ au minimum dès 10 %, comme cela est notoire dans le milieu scientifique et ce que confirme d’ailleurs la division ‘Droit alimentaire’ de l’OFSP dans une analyse de1997 faite à l’intention du pouvoir judiciaire.


 


Alimentée de faux chiffres, la volonté du législateur était viciée. La loi qui en est issue l’est également et il s’agissait donc, en application des principes du droit constitutionnel, de répéter les débats de décembre dernier pour permettre aux parlementaires de se former une opinion en toute connaissance de cause, puis de décider librement selon leur propre conviction. C’est cette solution qu’a rejeté le juriste Anton Cottier, et il a transmis le problème à la Commission de santé et de sécurité du Conseil national qui se réunit ce 23 janvier prochain.


 


Comme les informations que tenait Ch. Beerli proviennent de l’administration fédérale, la chancelière de la Confédération, Annemarie Huber, en a été avertie. Elle a répondu qu’elle ne pouvait rien faire et que c’était à la commission de la sécurité sociale et de la santé publique du Conseil national de corriger l’erreur du Conseil des Etats.


 



ASAC


 








Intervention von Theo Maissen (CVP- GR), Agronom ETH


Ständerat, Wintersession 2001


                       


(vollständiger Text auf: www.hanfbauer.ch)


 


Maissen Theo (C, GR): Mich interessiert aus agronomischer Sicht, wie es mit dem Anbau von traditionellen Hanfsorten steht. Ich möchte nicht, dass der Anbau von traditionellen Hanfsorten unnötig erschwert wird, im Gegenteil, ich möchte, dass er ermöglicht wird. Es geht hier um den Bauernhanf; ich werde deshalb nur noch vom Bauernhanf sprechen. Diese Hanfpflanzen sind vielseitig nutzbare Pflanzen. Nun ist es für mich so: Man weiss in etwa, in welcher Größen- ordnung sich der THC-Gehalt des Bauernhanfs bewegt – dieser liegt in der Regel im Bereich von 0,5 bis 2 Prozent, kann aber auch bis zu 3 Prozent gehen. Ein solcher Gehalt ist aber für die Herstellung als Drogenrohstoff, also für die Herstellung eigentlicher Drogen, nicht interessant, da sind die indischen Sorten interessanter, die ja einen THC-Gehalt von bis gegen 20 Prozent haben. Ich gehe davon aus, dass  es grundsätzlich nicht verboten ist, Bauernhanf anzupflanzen und dass jene Pflanzen, die einen THC-Gehalt von weniger als 2,5 Prozent haben, nicht unter die Betäubungsmitteldefinition fallen. Das ist das, was ich diesen Texten entnehme. Das möchte ich zuhanden des Amtlichen Bulletins so festhalten. Wenn dem nicht widersprochen wird, gehe ich davon aus, dass dem so ist.


 


Beerli Christine (R, BE), für die Kommission: Einziges Kriterium für die Einteilung ist der THC-Gehalt. Dieser Gehalt wird in der Verordnung festgelegt. Im Entwurf der Verordnung ist 0,3 Prozent vorgesehen. All das, was unter 0,3 Prozent festzusetzen ist, das kann angebaut werden. Was unter dem in der Verordnung festzusetzenden Grenzwert liegt, ist frei handelbar.


 


Maissen Theo (C, GR): Ich habe den Ausführungen der Kommissionssprecherin und der Bundesrätin entnommen, dass in der Verordnung vorgesehen ist, die Grenze bei 0,3 Prozent THC festzulegen. Dazu muss ich festhalten, dass man damit die traditionellen Sorten, der Betäubungsmitteldefinition unterwirft. Ich finde das problematisch. Ich finde das falsch, weil diese Sorten sehr niedrige THC-Gehalte haben, also als Drogenrohstoff nicht interessant sind, sondern für andere Zwecke verwendet werden, z. B. für Tee. Dieser Tee hat eine beruhigende Wirkung, genauso wie Baldriantee oder ähnliche Pflanzenprodukte.


 


Ich möchte daher dem Zweitrat empfehlen, dieser Frage nochmals nachzugehen. Ich habe mir überlegt, ob ich einen Antrag stellen soll, den THC-Gehalt im Gesetz festzulegen. Aber das macht keinen Sinn. Aber ich möchte Ihnen, Frau Bundesrätin, doch beliebt machen, dieser Frage für die Beratung im Nationalrat noch einmal nachzugehen: Wie kann man für die traditionellen, einheimischen Pflanzen im Bereich zwischen 0,3 Prozent und, von mir aus, etwa 2,5 Prozent THC eine Lösung finden? Hier sollte man eine Lösung in dem Sinne finden, dass diese Sorten nicht im gleichen Masse unter die Bestimmungen fallen wie die Hanfpflanzen, die als Drogenrohstoff dienen, wie die indischen Sorten, die bis zu 20 Prozent THC enthalten. Wenn ich das hier so deponieren kann, bin ich Ihnen sehr dankbar.


 


Beerli Christine (R, BE), für die Kommission: Zu den Fragen von Herrn Maissen: Es ist wissenschaftlich unbestritten, dass ab 0,3 Prozent THC-Gehalt eine betäubungsmittelartige Wirkung eintritt.


 


 


Angenommen – Adopté