Communiqué 18.03.2003

Publié par : ASAC.

Un vice-directeur valaisan de l’Office fédéral de l’agriculture et candidat au Conseil national accusé de gestion déloyale des intérêts publics

Le secrétariat de la Commission de gestion (CN/CE) a reçu un dossier (voir ci-dessous)impliquant le vice-directeur de l’Office fédéral de l’agriculture (OFAG), Christophe Darbellay, en relation avec le versement indû de subsides pour du chanvre hybride d’origine étrangère (cannabis non-sativa sui gen.) qui est régulièrement inutilisé ou brûlé sur champ parce qu’il n’existe en Suisse pas de marché pour ce chanvre inutilisable pour l’industrie. Ce nonobstant, le subventionnement se fait pour maintenir la fiction comme quoi la culture du chanvre hybride est utile à l’agriculture et à l’industrie suisse, mais il s’agit en fait de barrer au vrai chanvre agro-industriel, alias chanvre paysan (sativa non-indica), l’accès aux subventions qui lui sont normalement dues selon les textes légaux. Le vice-directeur en question, responsable à l’OFAG des paiements directs, a laissé sans réponse une lettre de 2001, venue du milieu du chanvre agricole et qui l’interpellait quant aux pertes subies par la Confédération du fait du subventionnement du chanvre hybride d’origine étrangère. Ce silence est qualifié d’aveu des faits dénoncés. 

Le versement de subsides pour des cultures inutiles est interdit par la législation agricole et constitue le crime de gestion déloyale des intérêts publics, puni de de réclusion jusqu’à trois ans ou de l’emprisonnement. 

Christophe Darbellay est candidat sur la liste PDC valaisanne aux prochaines élections du Conseil national. Il est connu pour ses prises de position ‘anti-drogue’, notion qui inclut chez lui également le chanvre traditionnel. Pour Darbellay, le chanvre paysan est du ‘chanvre-à-stupéfiant’ (‘Betäubungsmittelhanf’), comme cela ressort d’un document  remis à la commission de la santé du Conseil national, laquelle s’occupe ces jours de la révision de la loi concernant le chanvre (voir-ci dessous).


ASAC







10.März 2003


 Betrifft :  Bundesamt für Landwirtschaft
            
 Hauptabteilung Direktzahlungen 
            
 Vizedirektor Christophe DARBELLAY
            
 Bundessubventionen für Hybridhanf


Im Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), Hauptabteilung Direktzahlungen, herrschen Verhältnisse, die mitnichten mit der in Sachen Landwirtschaft geltenden Rechtsordnung vereinbar sind. Seit 1995/96 subventioniert das BLW einen ausländischenHybridanf, der bekannterweise für Landwirtschaft und Gewerbe der Schweiz von keinem Nutzen ist. Es handelt sich hauptsächlich um französischen Sorten wie Felina 34, Futura 77, Fedora 19. Hybridhanf ist ein gezüchtetes, einhäusiges Gewächs, das dem alleinigen Zweck der Papierherstellung dient. In Europa wird er seit  ca. 40 Jahren einzig in Frankreich angebaut (2-3’000 ha/Jahr) und seit 1997 auch in zwei, drei anderen EU-Staaten. Andere industrielle Nutzmöglichkeiten als Papier- und Kartonproduktion gibt es mit Hybridhanf nicht. Da der Hybridhanf eine degenerierte Sorte mit einer durchschnitt- lichen Samenfeuchtigkeit von 45% ist, ist auch eine Lebensmittelherstellung unmöglich, und ohnehin in der EU lebensmittelrechtlich untersagt. Das BLW und besonders Vizedirektor DARBELLAY sind  sich all dieser Gegebenheiten bewußt.

Die Subventionierung nur des Hybridhanfs geschieht nicht aus landwirtschaftlichen Überlegungen, sondern ist politisch motiviert: Man verbaut so dem einheimischen, traditionnellen, mitteleuropäischen und subventions- berechtigten Hanf, alias Bauernhanf (sativa non-indica), den Weg zu den Subventionen. Aus einem im März 2001 bewerkstelligten Gutachten des Schweizerischen Bauernverbands (SBV) wird deutlich, daß es in der Schweiz  mit Hybridhanf „ gar keine Absatzmöglichkeiten gibt   und daß die Fasern auf Feld verbrannt werden (Seite 8, Kopie beiliegend). 

Nichtsdestoweniger beharrt man im BLW auf die Subventionierung des Hybridhanfs. Federführend und Entscheidungsträger in diesem Bereich ist BLW-Vizedirektor Christophe DARBELLAY. Vor anderthalb Jahren ist ihm ein Schreiben adressiert worden, worin der Umstand der nichtexistierenden Absatzmöglichkeiten unterstrichen war und ihm die Frage gestellt wurde, ob tatsächlich der Hybridhanf auf Feld verbrannt oder anderswie nutzlos ist (siehe Communiqué VSHF, vom 4. Mai 2002). Besagtes Schreiben wurde trotz erfolgter Ermahnung seitens des Absenders nicht beantwortet, was dafür spricht, daß es tatsächlich so ist wie behauptet.

Unter diesen gegeben Umständen erscheint es als gegeben, daß Vizedirektor DARBELLAY sich des Tatbestandes der ungetreuen Amtsführung (Art. 314 StGB) schuldig gemacht hat, es sei denn, er habe aus Dienstgehorchsam gehandelt. Der ungetreuen Amtsführung macht sich schuldig, wer als Mitglied einer Behörde oder als Angestellter die von ihnen zu wahrenden öffentlichen Interessen schädigt. Eine Schädigung liegt in casu vor, weil seit Jahren öffentliche Gelder zur Unterstützung von Unnützem ausbezahlt worden sind und weiterhin ausbezahlt werden. 

VSHF

Beilagen: erwähnt