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Autor: VSHF
 

 


3. Mai 2002


Werter Herr


Der Verein Schweizer Hanffreunde/innen, AUNS-Mitglied, setzt sich seit 1993 für den mitteleuro- päischen, einheimischen Bauernhanf (sativa non-indica) ein. Die Schweiz ist, als (ex)Nichtmitglied der UNO, das einzige Land auf Erden, wo der Bauernhanf nicht per se verboten ist. Das schweizerische Betäubungsmittelgesetz (BetmG) erwähnt das indische Hanfkraut  (indiana, alias ‚Marihuana’) (Beilage 1) und nicht den Bauernhanf. Während der Wahlen-Anbauschlacht im Zweiten Weltkrieg musste der einheimische Hanf obligatorisch angebaut werden und Bundesrat Minger von der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei ging Hanffelder inspizieren. Bauernhanf war also nötig für die Sicherheit und die Unabhängigkeit der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Unabhängigkeit und Sicherheit werden in unseren AUNS-Statuten gross geschrieben und einheimischer Bauernhanf erfüllt diesen Wunsch, heute, vor 60 Jahren wie auch schon während Jahrhunderten zuvor und morgen noch.


In der EU ist der Bauernhanf seit den 70ger Jahren strikte verboten. Im Laufe der auch in anderen Bereichen forcierten EU-Anpassung will nun die Bundesverwaltung den nicht-EUkompatiblen Bauern- hanf verbieten lassen, weil dieser der Schweiz den Weg in die EU versperrt. Dies soll mittels der BetmG-Revision geschehen, die die EU-Gesetzgebung übernimmt. AUNS-Präsident NR schreibt uns, dies sei nicht notwendig (Beilage 2).


Um der geplanten Revision zum Sieg zu verhelfen, ist seit Jahren eine starke Verunglimpfungskampagne im Gange, die den Bauernhanf mit dem ‚Marihuana’ identifiziert. So zum Beispiel das SF-DRS mit der Sendung ‚DOK’: Die im  Juni letzten Jahres ausgestrahlte ‚DOK’-Sendung „Hanfland Schweiz“ hat drei im Millionenvolumen arbeitende Haschisch- und Marihuanahändler als ‚Hanfbauern’ vorgestellt. Die Dreiergruppe hatte von 1976 bis 2000 ungestört die Schweiz mit Haschisch und genmodifiziertem ‚cannabis indica’ überschwemmt. Der eine ist ein ins Haschischbusineß konvertierter Ex-Bankräuber, der andere, ein Stadtmann, leitete „die größte Haschischfabrik der Schweiz„ (‚Tribune de Genève’, 16.8.97) und der dritte besitzt heute noch den landesweit größten Marihuanaanbau.  Vier  Beschwer- den wurden gegen ‚DOK’ erhoben, davon eine von NR Toni Bortoluzzi. Zwei Beschwerden wurden gutgeheissen, beide vom Verein Schweizer Hanffreunde/innen (VSHF) eingereicht.


Es geht die Bitte an die AUNS-Vorstandsmitglieder, die patriotischen Bestrebungen des VSHF wohlwollend zur Kenntnis zu nehmen und sie im Rahmen des Möglichen zu unterstützen – mit bestem Dank im voraus!


V S H F


Beilagen: erwähnt & div