Brief an die Mitglieder:

Autor: Der Vorstand

Verein Schweizer Hanf-Freunde/innen


Association Suisse des Amis du Chanvre


Associazione Svizzera degli Amici della Canapa


Associaziun Svizzra dils Amitgs dil Coniv


 


Postfach, CP, 9004 St. Gallen


Tel/Fax: (071) 672.62.40


Internet: www.asac.ch


Email: info@asac.ch


 


 


 



Geschätzte Mitglieder


 



Es ist eine große Freude, mit dem heutigen Brief allen Mitgliedern, die es noch nicht wissen, mitzuteilen, daß das neu gestaltete Internet-Portal des Vereins Schweizer Hanffreunde/innen (
www.hanffreunde.ch oder hanfbauern.ch oder hanfkoordination.ch) in Betrieb ist. Das Portal, in enger Zusammenarbeit zwischen Grafiker, Textgestalter und Wissenschaftler entstanden, ist reich und vielfältig an Inhalt und wird regelmäßig mit neuen Beiträgen und praxisgerechten Informationen beliefert. Heute ist das VSHF-Portal die in Europa meistbesuchte Hanf- Internetseite im deutschen Sprachraum.


 


Wie schon einmal bekannt gemacht, wird ausser in Sachen Vereinsversammlung oder Wahlen keine Informationspost an die Mitglieder verschickt, weil die VSHF-Informationen jetzt im Vereinsportal veröffentlicht werden. Da es aber etliche Mitglieder gibt, die keinen Internetanschluß haben, wird ihnen die im Internet publizierten, wichtigsten Informationen dennoch per Briefpost zugeschickt und so wurden sie letztes  Jahr eingeladen, sich für die Mitgliederpost anzumelden. Einem Mißverständnis zu Folge haben etliche Mitglieder keine Informationspost bekommen, weshalb sie hiermit wiederum eingeladen werden, mittels beigelegtem Coupon ihren diesbezüglichen Wunsch kundzutun.


 


 


Revision des Betäubungsmittelgesetz


Heute ist laut geltendem Betäubungsmittelgesetz (BetmG) fast alles frei, was mit und um Hanfkraut zu tun hat. Jedermann darf für sich persönlich Hanfkraut jeglicher Art anbauen, Harzzubereitungen wie z.B. ‚Haschisch’ herstellen, diese Ware konsumieren und im engen Familien- und Bekanntenkreis verschenken. Weil all dies privat geschieht, also mit einer gewerblichen Aktivität nichts zu tun hat, untersteht es nicht dem BetmG. Vom BetmG erfaßt werden nämlich nur jene Tätigkeit, die gewerblich betrieben wird. Der Wirkungskreis des BetmG vergleicht sich günstig mit jenem des Lebensmittelgesetzes (LMG), welches nur jene Lebensmittel der staatlichen Kontrolle unterstellt, die gewerblich hergestellt und verkauft werden. Im privaten Haushalt dringt das LMG nicht ein, ebenso wenig das BetmG. Gewerblicher Anbau und Verkauf von Hanfkraut (Hanfkraut = Blütenspitzen der Hanfkraut- pflanze) ist laut heute geltendem BetmG ist frei. So einfach, klar und unmißverständlich ist die Rechtslage mit und um Hanfkraut(erzeugnisse). Diese für jedermann günstige, den Verantwortungssinn des Einzelnen ansprechende Gesetzgebung sollte nicht erhalten bleiben, wenn die von Gesundheitsministerin Ruth Dreifuß in die Wege geleitete Revision angenommen wird..


 


Die angehende BetmG-Revision ist eine großangelegte Täuschung, geht es ja dabei nicht um Liberalisierung (außer von gewerblich hergestelltem und veräußertem Harzpräparat, alias ‚Haschisch’), sondern um die Aufhebung des heute liberalen, wettbewerbsfreudigen BetmG und der Einführung des dem Rest der Welt abgeschriebenen (fast) totalen Verbots der heute bewilligungsfrei anbaubaren und nutzbaren Hanfpflanze (sativa und indica). Dazu in entscheidender Weise beigetragen hat die von einigen Polizeiangehörigen, Untersuchungsrichter, Staatsangestellten und anderen Drittpersonen bewerkstelligte Unterstützung von Elementen aus der schweizerischen und ausländischen Unterwelt, die sich das edle Wort Hanf angeeignet haben (z.B. ‚Schweizer Hanf-Koordination’) und mit ihren Aktivitäten, welche sich in Razzien, Ladenschließungen und Verurteilungen auswirkten, den vom VSHF ab 1994 erfolgreich aufgebauten guten Ruf des Hanfs (fast) zu zerstören wußten, was schlussendlich zur oben erwähnten Revision führte. Wie von uns vorausgesehen, hat sich die ganze Hanfthematik deshalb auf die einzige Frage des sogenannten THC-Gehalts reduziert, obwohl das THC-Konzept dem geltenden Betäubungsmittelgesetz fremd ist.


 


 


Lass uns nicht vergessen, daß das programmierte Hanfkrautverbot nicht der Schweiz und seiner Bevölkerung, sondern ausländischen Interessen dient. Das in der ganzen Welt und jetzt auch in die Schweiz mittels BetmG-Revision eingeführte Verbot der Heilpflanze Hanf dient schlußendlich der nordamerikanischen, weltumspannenden Nikotin-, Alkohol- und nicht zuletzt der Pharmaindustrie, welche größtenteils in den Händen von Dreifuss’s Glaubensbrüdern ist. So hat Dreifuß den von den meisten Kantonen getragenen Wunsch, das BetmG auf die stark suchtwirkenden und mit schwersten Gesundheits- und Sozialfolgen begleiteten Alkoholika und Zigaretten auszuweiten, zurückgewiesen. So läßt die Gesundheitsministerin Dreifuß, via Bundesamt für Gesundheit (BAG), die falsche Kunde verbreiten, die natürlichen Hanfmedikamente seien von Gesetzes wegen, und läßt dafür seit zwei Jahren synthetisches THC (‚Marinol’) aus den USA importieren und zum Wirkstoffkilopreis von 6 Millionen Franken an die schmerzgeplagten Leute verkaufen,  wo diese doch mit echten Hanfmedikamenten therapeutisch und finanziell viel besser versorgt sind. Die ‚Marinol’-Therapie ist nämlich, laut ‚Erfinder’ des THC, Professor Raphael Mechoulam (Israël), nicht unbedingt wirksam und zudem mit vielen negativen Nebenerscheinungen begleitet, weshalb man wenn immer möglich die natürliche Hanfmedikation (Extrakt, Tinkturen, Tee) dem Marinol vorziehen muß. Aber genau das Gegenteil machen die Leute aus dem Gesundheitsamt und so erleiden wegen Ruth Dreifuß Abertausende von Leuten Stunden im Schmerz, wo dies doch mit Hanf gelindert, ja erspart bleibt. Vor zwei Jahren wurde Dreifuß zum doctor honoris causa der Hebräischen Universität in Jerusalem erkoren, dies als Anerkennung ihrer „unermüdlichen Anstrengungen zugunsten der Schwachen und der Ausgegrenzten“ (sic).


 


In der letzten Wintersession des Ständerats wurde das BetmG-Revisionsprojekt gutgeheißen, sprich es soll von nun an jede Hanfpflanze, mitsamt Samen, unter (fast) absolutem Verbot gestellt werden. Jetzt ist der Nationalrat als Zweitrat mit der Angelegenheit beschäftigt und wir vom VSHF sind damit beschäftigt, dem Zweitrat die dringend benötigte Aufklärung und diesbezügliche Informationen zukommen zu lassen, als dass das vor siebzig Jahren in den USA von jüdischen Kreisen ins Leben gerufene Hanfverbot nicht noch, via Dreifuß, in der Schweiz, als letztes Land mit freiem Hanfanbau, durchgesetzt wird.


 


Vereinsleben


Vor einigen Jahren schon hat unser Verein das in den Statuten gesetzte Ziel erreicht: Der Hanf ist nach einem halben Jahrhundert in den schweizerischen Alltag zurückgekehrt! Dank dem VSHF ist in der Schweiz der Hanfanbau und dessen Nutzung großflächig neugeboren. Mit der Erreichung des Statutenziels konnte/mußte der Verein aufgelöst werden, doch er lebt weiter, um die seit 1996 neu aufgekommene THC-Problematik zu lösen. Der Verein Schweizer Hanffreunde/innen (VSHF) arbeitet nun dahin, daß der einheimischen Hanfpflanze (cannabis non indica) im kommenden neuen BetmG das  Privileg des bewilligungsfreien Anbaus mitsamt freien Nutzung erhalten bleibt. Diese Informationsarbeit erfolgt mittels juristischen Beiträgen, wie z. B. die ‚Vademecum’ und persönlichen Gesprächen mit politischen, federführenden Persönlichkeiten. Handfestes Resultat ist die Gegebenheit, daß zwei Drittel der Bauern-Nationalräte ein ‚pro Bauernhanf’-Manifest unterschrieben haben, welches die Erhaltung der heutigen Hanf-Freiheit in der Schweiz fordert.


 


Anlässlich der letztjährigen Mitgliederversammlung wurden gewählt: Präsident, Jean-Pierre Egger, von Franex (FR); Vizepräsident, Erich Rohrer (neu), Engelburg (SG); Vorstandmitglied, Hervé Flaction (neu), Lausanne (VD)


 


Wer bis heute seinen Jahresbeitrag von 100 Franken noch nicht einbezahlt hat, sei es aus Vergessenheit oder weil der diesjährige Einzahlungsschein nicht eintraf, möge dies bitte umgehend nachholen    jetzt eingehende Beiträge gelten auch für das Jahr 2003. Mit bestem Dank im voraus!


 


Es grüßt freundlichst


 


Der Vorstand