Communiqué 15.01.2003

Autor: VSHF

Feststellung des Bundesamts für Gesundheit
Das Konsumieren von einheimischem Hanf ist harmlos
Support für das Manifest ‚proBauernhanf

Das Freiburger Kantonsgericht hat ein Verfahren gegen die Verteiler von einheimischem Hanftee eingestellt. Die Strafkammer weist darauf hin, dass der schweizerische Hanftee frei verkauft werden kann. Mit diesem Entscheid bestätigen die Freiburger Kantonsrichter lediglich die Feststellung des Bundesamts für Gesundheit, wonach das Konsumieren von einheimischem Hanfs mit einem THC-Gehalt von weniger als 2 % keine bemerkenswerten Effekte auslöst. Zum Vergleich: Das unter das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) fallende indische Hanfkraut („canapa indiana“, Art. 1 BetmG ital.) hat einen THC-Gehalt von 12 bis 34 %.

In einem weiteren Entscheid des Kantonsgerichts von Freiburg ist ein Zürcher wegen Besitzes von 6 Kilogramm Schweizer Hanf in zweiter Instanz freigesprochen worden. Hingegen hat das Kantonsgericht den gesetzlich verankerten Unterschied zwischen Sativa-Hanf und Indica-Hanf hervorgehoben, indem es die gleiche Person wegen Besitzes von 12 g. indischem Hanfkraut (alias ‚Marihuana’) zu einer Geldbusse verurteilte.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen diese Urteile nicht rekurriert und somit sind beide in Rechtskraft erwachsen.


VSHF