Communiqué 22.01.2003

Autor: VSHF

Verein Schweizer Hanf-Freunde/innen


Association Suisse des Amis du Chanvre


Associazione Svizzera degli Amici della Canapa


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Der immer grösser werdende Support für den Bauernhanf : NR Wasserfallen ist ‚proBauernhanf’

Die Mehrheit der nationalrätlichen Kommission ist dem einheimischen Bauernhanf wohlgesinnt

Im ‚Schweizer Bauer’ von heute ist die Rede von 9457 ‚proBauernhanf’- Unterschriften, die in fünf Tagen nur eingetroffen sind.

Prominente Unterstützung für den einheimischen Bauernhanf (sativa non-indica, 1 – 2 % THC, max. 3 %)  auch vom Präsidenten des ‚Dachverband abstinenzorientierte Politik’, Nationalrat Kurt Wasserfallen (FDP/BE), seines Amtes Polizeidirektor der Stadt Bern und als strenger Prohibitionspolitiker bekannt: In einer Stellungnahme in der heutigen ‚Aargauer Zeitung’  erklärt Wasserfallen, dass unter einem THC-Gehalt von 3 % nicht von einer Cannabiswirkung gesprochen werden darf.


Gemäss Revision des Betäubungsmittelgesetzes ist vorgesehen, den einheimischen Bauernhanf mittels Einführung eines gesetzlichen Maximalgehalts von nur 0,3 % THC  verbieten zu lassen. Nationalrat und Bergbauer Hansjörg Hassler (GR/SVP) wird den Antrag stellen, es sei eine Grenze von 3 % festzusetzen, damit der heute anbaufrei Bauernhanf (1 – 2 %, max. 3 %) weiterhin legal angebaut und wie bis anhin bewilligungsfrei verwertet werden kann.


Eine persönlich geführte Befragung hat eine dreiviertel Mehrheit der Kommission für den Bauernhanf und für den gesetzlichen Grenzwert von 3 % THC ergeben. Klar gegen den patriotischen Bauernhanf und für die ausländische 0,3 %-Norm ausgesprochen hat sich einzig  Kommissionspräsident Bortoluzzi.  Er persönlich befürworte die Einführung in der Schweiz der 0,3 %-Norm, wie es sie auch in Italien gibt.

Weitere parlamentarische Verantwortungsträger haben sich letzthin ‚proBauernhanf’ erklärt, so z. B. gestern Frau Gadient und heute Frau Egerszegi (AG/FDP):  Selbstverständlich bin ich für den Antrag“.





‘Aargauer Zeitung’ vom Mittwoch, den 22. Januar 2003


Harte Hand gegen Haschraucher
Drogen – Der geplanten Legalisierung des Cannabis-Konsums erwächst Opposition


Der rechtsbürgerlich dominierte «Dachverband abstinenzorientierte Drogenpolitik» verlangt ein dringliches Gesetz gegen Anbau, Besitz und Konsum von Cannabis. Diese Woche entscheidet die Gesundheitskommission des Nationalrats.


Wenn sich am Donnerstag die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK) trifft, liegt ein Brief auf ihrem Tisch, der vor Risiken und Nebenwirkungen einer Cannabis-Freigabe warnt. «Sie haben es in der Hand, mit einem strengeren Gesetz den Cannabiskonsum sehr stark einzudämmen», schreibt der «Dachverband abstinenzorientierte Drogenpolitik». Die Gruppierung wehrt sich «gegen jegliche Liberalisierungsabsichten». Sie befürwortet die «konsequente Drogenfahndung» und eine «abstinenzorientierte Therapie». Der Verband wird präsidiert vom Berner Polizeidirektor und FDP-Nationalrat Kurt Wasserfallen. In Vorstand und Patronatskomitee sitzen verschiedene SVP-Volksvertreter.


Die von Bundesrat und Ständerat eingeleitete vorsichtige Entkriminalisierungspolitik werde einen «massiven Anbau von Drogenhanf in der Landwirtschaft» nach sich ziehen, argumentieren die Liberalisierungsgegner. Sie prophezeien einen «nicht mehr einzudämmenden Cannabishandel über alle möglichen Läden und Kioske». Jede Präventionsbemühung sei sinnlos, wenn das Kiffen künftig nicht mehr unter Strafe gestellt sei. Mit einem Antrag will Wasserfallen in der Kommission dafür sorgen, dass eine Mehrheit auf den Entwurf des Bundesrates vom März 2001 nicht eintritt und ihn an den Absender zurückschickt. Und weil der Cannabiskonsum «vor allem unter Jugendlichen ein untragbares Mass angenommen» habe, müsse mit einem Dringlichen Bundesbeschluss der Anbau von Drogenhanf mit einem Gehalt von über drei Prozent des auf die Psyche wirkenden Stoffes Tetrahydrocannabinol (THC) so schnell als möglich verboten werden.