Zitate Nationalrat, 1974, BetmG

Autor: VSHF






Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung
21.9.1932; Bundesblatt 1932 II, S. 540
“Heroin wird mit Erfolg als Arzneimittel verwendet. Die Ärzte dürfen nicht eines nützlichen, unentbehrlichen Heilmittels beraubt werden.”

Stenographisches Bulletin der Bundesversammlung
(Ständerat, 20.6.1951), S. 329
“Wir betrachten die Toxicomanie als eine Krankheit, die man ärztlich behandeln, und nicht als ein Vergehen, das man ahnden muss.”


(Stenografisches Bulletin der Bundesversammlung)


S. 1430
“Es gilt, schwere Schäden an der Volksgesundheit zu verhüten.”


“Das Gesetz will dem Opfer – dem Konsumenten – durch fürsorgerische und therapeutische Massnahmen behilflich sein.”


“Auch in diesem Bereich wurde der Würde des menschlichen Individuums und dem Schutz seiner elementaren Menschenrechte Rechnung getragen.”


S. 1432
“Wichtig ist nach Auffassung der Kommission, dass die Süchtigen, die im eigentlichen Sinne des Wortes krank sind, einer Therapie durch ausgebildete Fachleute zugeführt werden.”


S. 1454
“Wichtiger als die Bestrafung ist die Betreuung und Wiedereingliederung der abhängigen Personen in die menschliche Gesellschaft. Die Konsumenten sollen vielmehr als Kranke denn als Täter betrachtet werden.”


“Im Gegensatz zu gewissen Versuchen, den Betäubungsmittelsüchtigen durch scharfe Bestrafung abzuschrecken, erscheint es richtiger, die Sucht nicht als ein Vergehen oder gar Verbrechen, sondern als Krankheit zu betrachten. Die ihr hörige Person ist demgemäss der ärztlichen Behandlung zuzuführen.”


“Viel wichtiger sind fürsorgerische Betreuung und ärztliche Behandlung, wenn wir erreichen wollen, dass betäubungsmittelabhängige Personen nicht einfach elendiglich zugrunde gehen.”


S. 1435
“Die Berufspflicht des Arztes ist einerseits gesetzlich, andererseits moralisch feststehend und unterliegt gründlich erprobten Regeln. Es ist also so, dass der Arzt diese Regeln und seine Berufspflicht befolgen muss. Sollte er das nicht tun, dann kann sich im konkreten Falle die Frage seiner zivilrechtlichen Haftbarkeit für entstandene Schäden und Auswirkungen ergeben.”







Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung,
20.3.1968; Bundesblatt 1968 I , S. 796
“Die medizinische Behandlung besteht meist darin, dass dem Süchtigen immer weniger Betäubungsmittel verabreicht werden, bis die Abstinenzsymptome verschwinden.”