Brief an die Mitglieder vom 20.01.2009

Autor: VSHF

Geschätzte Mitglieder und Hanffreunde/innen


 


Allen Neumitgliedern ein ganz herzliches Willkommen!


Alles Gute zum Neuen HanfJahr 2009!


 


Unser Verein ist nicht auf Dienstleistungen ausgerichtet, sondern auf Selbsthilfe, dank Informationen rund um den heimischen Hanf, alias Bauernhanf (sativa non-indica, Eidg. Code 533, Direktzahlungen von Fr. 1’600.–/ha), dank praktischen Ratschlägen für den Alltag. Aber auch über die anderen Hanfsorten (cannabis indica, indica sui gen.) besitzen wir im Verein fundierte Kenntnisse. Wir wissen über das botanische und rechtliche Profil alles bis zum kleinsten und letzten Detail.


 


Mitdabeisein im VSHF lohnt sich allemal


Einmal schon für sich ganz persönlich, weil man praxisnahe, sofort verwertbare Grundkenntnisse mit und um den Hanf – alle Sorten Hanf! – bekommt, und dieses Wissen ergibt Rechtssicherheit. Ein wahrlich ganz kostbares Gut, ist ja die persönliche Rechtssicherheit beim Hanfen so unerlässlich wie die Trittsicher­heit beim Gehen. Wer sie nicht hat, fällt um und das ist auch gut so: In der Natur und im Hanfgeschehen gleichermassen wirken unabwendbar die Gesetze der natürlichen Selektion. Wer sie hat, die Rechtssi­cherheit, dem sieht man es an und wer ein rechtssicheres Auftreten hat, der spaziert ungetrübt auf den typisch schweizerischen, sprich gemütlichen Hanfweg – bei unseren Mitgliedern ist dies schon seit Jahren der Fall. Diesen Weg mitzubeschreiten laden wie alle -Vereinsmitglieder und andere – ein.


 


Schweizer Gesetzgebung


Kraft der schweizerischen, in der Welt in diesem Bezug allein stehenden Gesetzgebung mit und um den Hanf, geniessen wir in der Schweiz – rein gesetzlich gesprochen – volle Hanfkrautkonsumfreiheit. Ein langes Wort, das aber viel besagt. Bis auf sehr wenige Ausnahmen sind alle und jedermann – ganz besonders die ‚Kiffer’ – der festen Überzeugung, dass gleich dem Ausland auch in der Schweiz der Anbau und der Kon­sum, sprich Rauchen von indischem Hanf (cannabis indica), alias Marihuana, Gras verboten sind. Dem ist aber nicht so. Um sich davon zu vergewissern, genügt ein Blick in den Vademecum und ins Gesetz. Tatsache ist aber leider, dass es die wenigsten Hanfinteressenten tun: Weil sie nicht wissen, dass Wissen gut ist und dass das Überlegen überlegen macht, schauen sie nicht nach. Sie sind und bleiben überzeugt, dass der Konsum aller Sorten von Hanf(kraut) verboten ist. Nachprüfen, ob es stimmt, macht man nicht. „Nachprüfen nicht nötig“ meinte einer „es sagt doch jedermann, dass es verboten ist, auch das Bundesge­richt und die Polizei sagen es, also ist es auch für mich wahr“. Von dieser Ignoranz getragen, vom Herdentrieb motiviert ist die letztjährige, zur Abstimmung gekommene, wohlverstanden gänzlich unnötige, so genannte Hanfinitiative, die den Hanfkonsum ‚liberalisieren’ will. Jedoch braucht Hanf – ob heimisch (cannabis sativa non-indica) oder indisch (cannabis indica) spielt keine Rolle – keine Liberalisierung, er ist ja frei in der Schweiz, weil dessen (Anbau zum) Konsum, anders als im Ausland, vom Schweizer Gesetzgeber nicht und nie verboten war.


 


IG SCHWIZERHANF


Die Interessengemeinschaft IG SCHWIZERHANF trägt nach aussen und vertritt die Interessen jener Landwirte, Fabrikanten und Kaufleute, die den heimischen Hanf (sativa non-indica) kennen, anbauen, bearbeiten und verwerten. Die IG Schweizer Hanf sah im Vordergrund der Hanfinitiative, die am 30. November 2008 zur Abstimmung kam, einen Etikettenschwindel, sowie eine ernste Gefahr für den heute freien Anbau von heimischem Agrar- und Industriehanf (sativa non-indica), auch Bauernhanf genannt (bis 2007 mit Eidg. Code 533 versehen und vom Bund mit Fr. 1’600.–/ha subventioniert).


 


Etikettenschwindel


“Die so genannte Hanfinitiative oder Hanfliberalisierung hat mit Hanf nichts zu tun, Hanf ist ja frei, braucht also nicht liberalisiert zu werden. Den Initianten geht es nicht um Hanf, sondern um Cannabis, alias Rauchhanf (indica), und um Haschisch. Deshalb sollte die Initiative, ginge es ehrlich zu, ‘Cannabisinitiative’ oder ‘Haschischinitiative‘ heissen”, meint ein Exponent der IG Schweizer Hanf, Agroingenieur Karl Heeb aus Hochdorf (LU). Laut ihm muss die Hanfinitiative abgelehnt werden, weil sie für den Schweizer Hanf schädlich ist.


 


… und Gefahr


Wird die Initiative angenommen, dann gilt jegliche Hanfpflanze als Marihuana und wird dementsprechend behandelt, dann wird beim Bund der Unterschied zwischen Bauernhanf (sativa non-indica) und indischem Hanf (Cannabis) nicht mehr gemacht. Es verschwindet dann der liberale, auf Eigenverantwortlichkeit beruhende und heute gut funktionierende Rechtsstatus des heimischen Agrar- und Industriehanfes, dieser kann dann nicht mehr frei angebaut werden und wenn schon, dann nur noch mit Erlaubnis und zeitaufwendigen Auflagen. Der Verlust wäre sehr gross. 


 


Hanfeinsatz auf dem Bauernbetrieb


Der in der Schweiz eingesetzte THC-arme Agrar- und Industriehanf Hanf ist identisch mit der früher im mitteleuropäischen Agrarraum rege angebauten Pflanze ‚Sativa non-indica’, bekannt und geschätzt als Bodenverbesserer, umweltneutraler Rohstoff in bester Qualität und gesundheitsförderndes Lebens- und Futtermittel. Hanf (sativa non-indica) ermöglicht eine Ertrags und Gewinnsteigerung von 5 – 10 % im Ackerbau, dank weniger Pflanzenschutz und besserem Wachstum. In der Tierhaltung – dank erhöhter Lebenskraft, guter Gesundheit und viel weniger Medikation – wird ein schnellerer Zuwachs der Fleisch- und Milchmenge festgestellt. Rund 5000 Mengen an Saatgut sativa non-indica wurden in den letzten sechs Jahren abgesetzt.


 


Liberalisierung der Gehirne


Dennoch braucht es eine Liberalisierung (lateinisch = Befreiung), sie betrifft das Gehirn der Initiativbefürworter, das im geistigen Unrat gefangen steckt. Denn wer etwas frei haben will, das ja gar nicht verboten ist, das frei zur Verfügung steht, dem ist offensichtlich nicht ganz wohl im Kopf – oder aber er weiss schlicht und einfach nicht, dass laut Schweizer Gesetz das Hanfessen, -trinken und -rauchen schlicht und einfach frei ist.


 


         Aber schon Goethe konnte feststellen und elegant schreiben:   


         Was ist das Schwerste von allem?


         Was dir das Leichteste dünket.


         Mit den Augen zu sehen.


         Was vor den Augen dir liegt.


 


 


Vereinsportal


Das Vereins-Internetportal www.hanffreunde.ch liegt offen vor jedermanns Augen, bestückt mit sachgerechten Informa­tionen, den geltenden Gesetzen, mit aktualisierten Verordnungen, scharfsinnigen Erläuterungen und aufweckenden Stellungnahmen, alles laufend erneuert und bereichert.


 


Auf info@asac.ch erhält man als Mitglied auf gestellte Fragen schnelle Antworten.


 


Zu guter Letzt: Unser Verein dient mit seinem Hanfaktivismus dem Allgemeininteresse. Stichwort: Volksgesundheit und Kosten. Wer nämlich darauf bedacht ist, den heimischen Hanf zum volkstäg­lichen Erscheinungsbild zu machen, wer aktiv dabei ist, den Konsum des gesundmachenden Inlandhanfs im ganzen Land beliebt und verbreitet zu machen. Wer das tut, ist ein Wohltäter. Denn es ist ja eine unbe­streitbare Tatsache, die sich tagtäglich in der Praxis wiederholt, dass der regel­mässige Gebrauch von heimischem Hanf im direkten, selbsterhaltenden Interesse der Kranken und Gesunden liegt. Den kran­ken Wesen hilft er bis hin zur Genesung, den Gesunden bewahrt er die Gesundheit. Fazit für die Allge­meinheit: Dank heimischem Hanf weniger Krankheit, mehr Ge­sundheit, weniger Geldausgeben.


 


Verein und Hanfgeschehen


Der Einfluss des Vereins auf das Hanfgeschehen ist erkennbar an den vielen Hanffeldern, die schweiz­weit und störungslos gedeihen und geerntet werden. Einfluss ist auch messbar an den vielen Verwal­tungs- oder Gerichtsentscheiden, die immer wieder die grosse Handlungsfreiheit bestätigen, welche dem (heimischen) Hanf von Gesetzes wegen beschieden ist. Kein Einfluss gibt es hingegen in den Medien, weil die Journalisten in Sachen Hanf die guten, erbauenden, intelligenten Nachrichten all­gemein meiden. Ihr Horizont besteht aus Joint, Hasch, Gras, Kiffen, Liberalisierung, usw., ihre Vertrauensquelle heisst Bundesverwaltung, Untersuchungsrichter und Polizeielemente, mitsamt Internet. Ein Hanffeld mit eigenen Füssen betreten, eine Hanfpflanze mit der Hand berührt zu haben, diese elementaren Kenntnisse besitzen vielleicht zwei, drei oder vier Journalisten. Das für die Medien alleingeltende und alles erklärende Schlagwort heisst 0,3 % THC, … und dann ist Feierabend und Amen. Bei uns hingegen gibt es keine Strassenausdrücke, wir verständigen uns anhanden von normalen, deutschen Wörtern wie Hanf, Hanf­kraut, Harz, BetmG, so wie sie im Gesetz und in der Botanik vorkommen und zu gebrauchen sind.


 


Information


Seit 2002 erhalten die Mitglieder, da alles Wissenswertes und Aktuelles auf dem Internetportal des VSHF (www.asac.ch) publiziert wird, keine Informationen mehr per Post.


 



Jahresbeitrag


Beigelegt ist ein ES zur Begleichung des Mitglieder-Jahresbeitrags (Fr. 100.–) für das kommende Jahr 2009. Die Mitgliedschaft dauert vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 und wird erneuert durch Einzahlung des Mitgliederbeitrags für das nächstfolgende Jahr. Wer den Jahresbeitrag 2008, oder 2007, noch nicht einbezahlt hat, holt dies nach, denn die Mitgliedschaft und die Einzahlung des diesbezüglichen Jahresbeitrags haben ununterbrochen zu erfolgen.



 


Mit bestem Gruss


lic. iur. Jean-Pierre Egger RA


Präs.