Communiqué 14.08.2010

Autor: VSHF

B. Rappaz – der Hanf, das Gesetz, die Politik, die Polizei und die Medien


 


Der Verein Schweizer Hanffreunde/innen (VSHF) stellt fest, dass B. Rappaz sich als ‚Hanf-Pionier und -züchter‘ darstellt und dass er in den Medien immer wieder als solcher präsentiert wird. Diese Qualifikation als Hanf-Pionier und -züchter ist jedoch unverdient und dem Hanf in der Schweiz höchst abträglich.


 


In der Schweiz wurde das allererste Feld mit einheimischem Hanf 1993 in Saxon angebaut. Es wurde vom VSHF bepflanzt und nicht von B.R., der dem VSHF damals seit wenigen Monaten als Mitglied angehörte. 1994 wurde B.R. aus dem Verein ausgeschlossen wegen Veruntreuung und Betrugs am VSHF, wegen vorgängiger Haschischproduktion und auch wegen einer abgesessenen Zuchthausstrafe.


 


B.R. hat – ausser damals mit dem VSHF – nie europäischen Hanf (Bauernhanf) angebaut, sondern ausschliesslich indischen Hanf (Cannabis, Marihuana). Der Rappaz-Hanf wurde in Amsterdam als einer der stärksten in Europa prämiert. B.R. hat den Begriff ‚Hanf’ missbraucht, indem er mit indischem Hanf (Cannabis) gefüllte Kissen produzierte und zu Fr. 1000.–/Stück verkaufte (anstatt den üblichen Fr. 147.– mit europäischem Hanf) (Anhang 1).


 


B.R. ist Mitgründer der ‚Schweizer Hanf-Koordination’ (SHK), einer Gruppierung von Dealern, Strassenszene und Marihuanafreunden. Den Namen ‚Schweizer Hanf-Koordination’ hat man sich widerrechtlich von der ‚Schweizer Hanfkoordination’ angeeignet, der Interessengemeinschaft mit und um den europäischen, heimischen Hanf (sativa non-indica, zweihäusig). Ein Grossteil des SHK Ausschusses bestand aus Straffälligen grossen, mittleren und kleinen Kalibers, darunter etlichen Ausländern. Die Gruppierung SHK wurde von Elementen in der Eidgenössischen Verwaltung unterstützt (siehe Communiqué des VSHF vom 01.03.2000).


 


Eine Reihe sich ergänzender Indizien zeigt auf, dass B.R. ein Maulwurf ist, den man machen liess, damit er die Schweiz mit seiner Ware überschwemmt und Verwirrung stiftet zwischen Hanf und Marihuana, um so den guten Ruf des einheimischen Hanfs in der Schweiz zu zerstören. B. Rappaz und seine Streitereien dienten als Abschreckung für Bauern, die echten Hanf anbauen wollten, für die Bevölkerung, die sich für den europäischen Hanf mitsamt seinen vielfältigen Vorteilen zu interessieren angefangen hatte. In fast allen einschlägigen Strafurteilen, die in der Romandie registriert wurden, sind Käufer, deren Namen auf dem einen oder anderen Weg in die Hände der Walliser Polizei gelang, und Komplizen von B.R. verwickelt.


 


B.R. hat es seiner Tätigkeit als Kollaborateur zu verdanken, dass er anfangs für strafrechtlich relevante Vergehen nicht verurteilt wurde: Eine polizeiliche Untersuchung hatte folgende Sachverhalte zulasten von B.R. ergeben: Verstoss gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (14 kg Haschisch, bzw. 589 kg indischer Hanf), Betrug, Vertrauensmissbrauch und Verstoss gegen das Bundesgesetz wegen unlauteren Wettbewerbs. Er wurde deshalb angeklagt und zunächst an das Gericht von Martigny verwiesen. Der Prozess fand jedoch nicht statt, B.R. musste sich für diese Vergehen nicht verantworten, die Strafakte wurde archiviert und die Verfahrenskosten dem Kanton Wallis auferlegt (Anhang 2 + 3).


 


Warum nicht verurteilt? Ganz einfach: Eine Verurteilung hätte die Polizei gezwungen, B.R.s Marihuanaproduktion ein Ende zu setzen. B.R. durfte aber nicht zu schnell verurteilt werden, damit er weiterhin Marihuana produzieren und jenen nützlich sein konnte, die sich seiner bedienten, um den einheimischen Hanfanbau zu bekämpfen. B.R. hatte übrigens vorausgesagt, dass er nicht verurteilt wird (Le Matin, 17.06.1994).


 


Behördliche und polizeiliche Elemente verhalfen B.R. zum Image einer Ehrbarkeit, so z. B. der Chef der Walliser Betäubungsmittel-Sektion (Kapo): Man habe bei der Polizei nie Schlechtes gehört in Verbindung mit Hanf oder Haschisch. Rappaz ist ein, sehr, anständiger Bauer, vertrauenswürdig, er setzt sich voll und ganz für die vom Bund unterstützten Hanfkulturen ein, lobt ein Direktor des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) (Anhang 4).


 


 




 


Barabas, B. Rabas – Bibel, Medien und Hanf 


 


Kennen Sie die biblische Geschichte von Jesus und Barabas?


Kennen Sie die helvetische Geschichte vom Hanf und von B.rabas?


 


Pilatus, der römische Statthalter, überliess dem Volk die Entscheidung, welcher von beiden sterben solle:


Die Wahrheit, die berufliche Richtlinie, überliess den Medien die Entscheidung, wer von den beiden sterben solle:


 


Barabas, ein berüchtigter Bösewicht


B. Rabas, der grosse Dealer


 


… oder Jesus, der König der Juden?


… oder der Bauernhanf, die Pflanze der Schweizer?


 


Die Menge entschied, Jesus von Nazareth solle getötet werden.


          Die Medien entschieden, der Bauernhanf solle getötet werden. 


 


 


 


Töten – aber wie? Mit Zutodeschweigen! Indem man den europäischen Hanf (non-indica) und die Hanfbauern totschweigt, nie davon redet, stattdessen Bernard Rappaz (B. Rabas) nimmt, ihm den Titel ‚Hanfbauer’ verleit, ihn zum Medienstar hochjubelt, insbesondere und in betonter Weise in der Bauernpresse (Anhang 5 + 6).


 


Aber was ist eigentlich ein Hanfbauer? Wer darf sich Hanfbauer nennen? Laut dem Landwirtschaftsgesetz (LwG) und laut der Interessengemeinschaft der Schweizer Hanfbauern (IG-SCHWIZERHANF) ist ein Hanfbauer ein Landwirt, der europäischen Hanf vom einheimischen Typ (sativa non-indica, Code 533, CHF 1’600.–/ha Direktzahlungen, bis 2007) sät und erntet.


 


B.R. ist aber weder Bauer noch Hanfbauer. Bei ihm gibt es weder Sä- noch Mähmaschine, sondern nur im Gewächshaus angetriebene und ins Freiland ausgepflanzte Cannabis-Pflanzen (sativa indica, Marihuana), viel Haschisch und Helfershelfer. Das ist die Szene, die Strasse, das sind die Dealer. Im gebräuchlichen Journalistendeutsch ist B.R. ein Dealer mit einer schweren deliktuellen Vergangenheit (von 40 Monaten Zuchthaus-Freiheitsstrafe (er hatte die Bank in Saxon überfallen).


 


B.R. ist kein Hanfbauer, weder in landwirtschaftlicher noch gesetzlicher Sicht. Ein echter Hanfbauer dealt nämlich nicht, aus dem einschlägigen Grund, dass dessen Hanfsorte (europäischer Hanf, 0,5 – 3,0 % THC) ganz einfach kein Cannabis (15 – 30 % THC) ist und zum Konsum (Rauchen) nicht geeignet ist. Gesetz und Botanik sagen es unzweideutig: europäischer Hanf hat nicht die Wirkung von Cannabis, dazu taugt er nicht. Dealer, Polizisten, Bauern, Konsumenten und Gesundheitsfachleute wissen das, in diesen Kreisen wissen es alle, und alle unterscheiden sie zwischen Hanf und Marihuana, zwischen Hanfbauer und B.R. Diesbezüglich herrscht Klarheit, nur bei den Medien nicht.


 


Die Medien kultivieren Missverständnisse und Zweideutigkeit. Für Presse, Radio und Fernsehen ist Hanf Marihuana, Marihuana ist Hanf und B. Rappaz ist ein Hanfbauer, alles ist dasselbe. Und so ist es schliesslich auch bei den Medienkonsumenten geworden.


 


Von 1993 bis 1996 bezogen sich die Zeitungsbeiträge, alle positiv, nur auf den neu angebauten europäischen Hanf – man sprach von ‚Bauernhanf’ -, weil es ja damals nur diese Sorte gab auf den Schweizer Bauernfeldern. Die allermeisten Beiträge brachten, wahrlich, nützliche und wahre Informationen über Hanf, Botanik, Industrie und Gesetz (Anhänge 7 – 9).


 


Ab 1996 stieg mit indischem, gen-modifiziertem Hanfkraut (alias ‚Marihuana’) und angeführt vom Walliser B. Rappaz, eine gar unappetitliche Szene auf, mitsamt vielen Klein- und Grossdelinquenten, die in Bälde die ganze Medienaufmerksamkeit monopolisierte. Man berichtete in den Medien nur noch über Razzien und Verurteilungen und übernahm Stellungnahmen der Behörden teils wörtlich im Text. Galgenvögel, vielmals aus dem Ausland, wurden als Hanfbauer porträtiert, man vehikulierte undeutsche Wörter, in Diskussionsrunden am Fernsehen traten nur langhaarige Galgenvögel auf oder Strassenfiguren. Normale Hanfbauern wurden nicht eingeladen, positiv ausfallende Gerichts- und Verwaltungsentscheide zu Gunsten des europäischen Hanfs, oder Bauernhanfs, wurden nicht (mehr) erwähnt.


 


 


Von den Schweizer Medien dem Begriff ‚Hanf’ gewidmeter Raum (1996 – 2010)


(von 100%) 


                                                                                   Printmedien     Radio              Fernsehen


Cannabis, Marihuana, Haschisch, Joint,


Gras, Kiffen, B. Rappaz, etc.                                         87 %                94 %               97 %


 


Europäischer Hanf (Ernährung, Pflege)                           5,6 %                0,8 %              0,7 %


 


Ohne Kategorie: restliche %


 


 


Selbst wenn kein Vorsatz zum Schädigen besteht, selbst wenn es nur intellektuelle Faulheit ist, eine selbstverschuldete Unkenntnis von Fakten und Daten, ändert dies nichts daran, dass das kontinuierliche Medienmissverständnis (Rappaz = Hanf = Rappaz) die Verwechslung von Hanf und Cannabis (Marihuana) durch die Öffentlichkeit fördert und mehrt.


 


Und dies währt seit 15 Jahren schon.


 


Das Kalkül ging auf: Langsam aber sicher wechselte die bisher positive Einstellung der Gesellschaft zum heutigen Widerwillen und Abscheu gegenüber allem, was mit Hanf zu tun hat, die harmlose europäische Sorte inbegriffen.


 


Denn es empfinden heute Leser, Hörer und Zuschauer ein grosses Misstrauen gegenüber dem Hanf, den sie reflexartig mit B.R. und Konsorten identifizieren. Das zweite Wort, das nach dem Wort ‚Hanf’ die Leute, Jung und Alt, Pro oder Contra, Uninteressierte und Interessierte, in den Mund nehmen ist: Rappaz. Und dann ist Schluss!


 


Und diese Tatsache, sprich die schweizweit, systematisch, tiefgründig und medial erfolgte Gehirnwäsche fügt dem europäischen, heimischen Hanf, den Hanfbauern, der Schweiz, den Schweizern und Schweizerinnen sowie ihrer Wirtschaft ernsten Schaden zu. Der Schaden ist ernst, denn die volkswirtschaftlichen Vorteile des althergebrachten europäischen Hanfs (sativa non-indica) sind gross, fast unüberschaubar, so industriell-dynamisch ist die polyvalente Hanfpflanze.


 


Die Schweiz ist, nota bene, das einzig verbleibende Land in der Welt, wo der normale Hanf angebaut wird, von Gesetzes wegen angebaut werden darf. Dieses rechtliche und marktwirtschaftliche Weltmonopol zu Gunsten der Schweiz ist soviel wert wie der Hanf wert ist, nämlich unermesslich.