Communiqué 18.09.2010

Autor: VSHF


Internationales Jahr der Bio-Diversität


Der Schweizer Industriehanf ist eine gefährdete Pflanze


 


Mit Hanffütterung – Schweizer Käse im Verkauf bis zu Fr. 50.–/kg


 


Eine Studie zeigt auf, dass es im EU-Raum eine zahlungskräftige Kundschaft von 30 Millionen Personen gibt, welche dem Nahrungsmittelpreis keine Beachtung schenken, wenn die Nahrungsmittel frei von Pestizidbehandlung sind oder aus nicht medikamentalisierten Nutztieren stammen.


 


Beim Artikel ‘Käse’ erklärt sich diese Kundschaft bereit, bis zu Fr. 50.– pro Kilo zu bezahlen, wenn er mit Milch von nicht medikamentalisierten Kühen mit einer Zellzahl unter 50’000/ml hergestellt wurde. Einen solchen Käse gibt es aber weltweit nicht, kann jedoch im Handumdrehen in der Schweiz hergestellt werden (siehe unten).


 


Die Milchkuh schwemmt in der Milch körpereigene Zellen aus. Anlass für die Kuh, diese Zellen in grösseren Mengen auszuschwemmen, ist eine Abwehrstrategie des Immunsystems aufgrund entzündlicher Prozesse im Euter. Dauerstress, insbesondere durch Massenhaltung, lässt die Zellzahl bis auf 800’000/ml ansteigen.


 


Zellzahl ist Bewertungskriterium für die Rohmilchqualität


Der Gehalt an Zellen in der Milch ist ein Faktor für Qualität und Geschmack des damit produzierten Käses. Ab 100’000 Zellen/ml ändern sich Geschmack und Textur der Milch (mit den Fingerspitzen lässt sich prüfen, ob eine Milch mehr als 150’000 Zellen/ml hat). Milch aus gesunden Eutern enthält etwa 10‘000 bis 50‘000 Zellen pro Milliliter. In der Schweiz gibt es (fast) keine Kühe mehr, die weniger als 100’000/ml Zellen haben. Der nationale Durchschnitt liegt bei 180’000/ml (EU 200‘000 – 350’000/ml, USA 500’000/ml).


 


Hanfverfütterte Kühe bleiben, weil der Hanf entzündliche Prozesse im Euter gar erst nicht entstehen lässt, gesund und haben eine Zellzahl unter 60‘000 – 70’000/ml, Tendenz sinkend.


 


Wären die Schweizer Kühe hanfverfüttert, es öffnete sich dem Schweizer Käseexport ein wahres Eldorado. Nicht nur in der EU mit ihrer 50 Millionen finanzstark gesundheitsbewussten Kundschaft sondern weltweit, wo mit einer solchen Kundschaft in Hundertmillionenhöhe gerechnet wird. Genug also, um die exklusive Schweizer Milch- und Käseproduktion ganz aufzukaufen.


 


VSHF


Schweizer Bauer, 20. November 2004 / BauernZeitung, 26. November 2004