Communiqué 17.10.2010

Autor: VSHF

2010: Internationales Jahr der Biodiversität


Der europäische Hanf ist in der Schweiz eine gefährdete Nahrungspflanze


 


Heute ist Welternährungstag


– Hanf, der Retter in der Not auch für die Schweiz


 


Der heute zelebrierte Ernährungstag gedenkt der weltweit vielen Hungersopfer der heutigen Zeit. Mit dem eingehenden und sich fortan verstärkenden Klimawandel sehen Klimatologen und Ernährungswissenschaftler wiederkehrenden, düsteren Zeiten entgegen: Es ist nicht sichergestellt, dass die heutigen, mit Chemie angebauten Nahrungspflanzen bestehen werden, allenfalls ist mit starken Ernteeinbussen zu rechnen.


 


In den vergangenen Jahrhunderten konnten vielmals und vielerorts dank dem Hanf Hungerszeiten überstanden werden. Eine Hand voll Hanfsamen wirkt dem Hunger entgegen, die gesundheitsprotzenden Samen helfen zu einer bis 60 % besseren Verwertung der anderen Nahrungsmittel. 


 


Bauernverband-Direktor Jacques Bourgeois bekämpft den Schweizer Nahrungshanf


Der gewesene Freiburger Grossrat gründete einen Grossteil seiner Kampagne als Nationalratskandidat (FDP) auf seine jahrelange Bekämpfung des heimischen Hanfes in seinem Heimatkanton Freiburg. Andererseits sah er passiv zu, wie der Kanton bis 2009 sich zum grössten Marihuana-Produktionsstandort der Schweiz entwickelte und ein schiefes Licht auf den ehrlichen Bauernhanf warf. Bei einem befreundeten Richter konnte Bourgeois ob dieser Anschuldigung sich einen Persilschein erhaschen – und macht jetzt munter weiter:


 


So ergibt die Internetseite www.sbv.ch unter Stichwort ‚Hanf’ eine einzige Anreihung auserlesener Negativ-Schlagzeilen: THC, Joints, Razzien, Polizei, Strafe, Angstmacherei, Vermischung mit Marihuana, Rappaz und anderes Gesindel. Von der jahrelangen, erfolgreichen Hanffütterung, von Ackerkulturen, wo dank Hanfabsud auf Pestizideinsatz verzichtet wird, davon ist keine Rede Auch kommt kein einziger Bauer zu Wort. In der Fachpresse gibt dann Bourgeois-Sprecherin, die studierte ETH-Agronomin Sandra Helfenstein, zu verstehen: „Wegen seinem schlechten Image unterstützen wir den Bauernhanf nicht!“.


 


In einer Stellungnahme vom 07.09.2007 begrüsst es sogar Bauerndirektor Bourgeois, dass der Bund dem heimischen Hanf die Direktzahlung streicht: Die Argumente, die zur Aufhebung des Anbaubeitrags für Hanf führen, überzeugen.” Der EU-Hanf (hybrid, nutzlos) bekommt heute noch, dank SBV-Bourgeois, weiterhin Direktzahlungen (Fr. 3000.–/ha!). Viel Geld für wertlose EU-Ware, sagen die Bauern und fragen sich: Wie viel Geld oder andere Vorteile bekommt der Hanf-, Bauer- und Vaterlandsgegner? (*)


 


VSHF


 


(*) Im 2. Weltkrieg war Hanfanbau obligatorisch.


 


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