Communiqué 24.01.2011

Autor: VSHF

2010: Internationales Jahr der Biodiversität


Der europäische Hanf ist in der Schweiz eine gefährdete Pflanze


 


Marihuanakanton Thurgau:


Blockade im Kantonsparlament – Justizkommission inaktiv


 


Vor mehr als zwei Jahren haben sich Bauern beim Kantonsparlament beschwert, es haben Polizeielemente inklusive Staatsanwaltschaft jahrelang den grossflächigen Anbau von Marihuana toleriert. Gleichzeitig sind diese Kreise heftig gegen jeglichen Anbau von legalem europäischem Hanf (zweihäusig, sativa non-indica) vorgegangen, grösstenteils unter Missachtung elementarer Rechtsgrundsätze.


 


Thurgauer Zeitung 07.10.2008


Grossratsbüro prüft Hanfpetition


Frauenfeld – Die Thurgauer Staatsanwaltschaft halte sich nicht an das Gesetz und beschlagnahme rechtswidrig einheimischen Hanf, kritisierten Thurgauer Bauern wiederholt in Inseraten. Am Freitag wandten sie sich direkt mit einer Petition an den Grossen Rat, der dem Treiben der Staatsanwaltschaft und des kantonalen Landwirtschaftsamtes Einhalt gebieten müsse. Das Büro des Grossen Rates will nun an seiner nächsten Sitzung prüfen, ob der Rat für das Anliegen zuständig ist, wie auf Anfrage Grossratspräsident Christian Lohr erklärt. «Wir wollen die Gewaltentrennung einhalten.» Falls der Grosse Rat zuständig sei, werde die Petition wohl an die Justizkommission überwiesen – und die Petitionäre hätten Anrecht auf eine Antwort.


 


Thurgauer Zeitung 14.02.2009


Behörden hatten viele Hinweise


Die Schweizer Hanffreunde erheben erneut heftige Vorwürfe gegen die Thurgauer Behörden: Sie hätten den Drogenanbau in Raperswilen jahrelang geduldet. Bezirksstatthalter Roger Forrer weist alle Schuld von sich.


 


Steckborn – «Thurgauer Polizisten haben den Marihuanahandel jahrelang geschützt», schreibt der Verein Schweizer (Bauern)Hanffreunde (VSHF) in einer Mail an die Zürcher Kantonspolizei. Mit dieser Beschuldigung möchte er die Thurgauer Untersuchungsbehörden, und auch den Steckborner Bezirksstatthalter Roger Forrer, zur Anzeige bringen, teilte der Verein mit. «Ich bin mir keinerlei Schuld bewusst», sagt Roger Forrer. Die Untersuchungen gegen den Hanfbauern seien korrekt geführt worden. Da der Bauer Abnahmeverträge mit einer Rheintaler Firma habe vorweisen können, seien keine weiteren Schritte möglich gewesen. Deshalb habe er das Verfahren eingestellt. Dass die Abnahmeverträge gefälscht waren und die Rheintaler gar keine Lieferungen aus Raperswilen erhalten haben, habe er damals nicht gewusst. Dass der Thurgau nun so dastehe, als hätte er den Fall verschlafen, stört Graf: «Wir machen mehr gegen den Hanfmissbrauch als die anderen Kantone.» Es könne jedem passieren, dass er eine solche Anlage nicht findet. Die Bevölkerung in Raperswilen roch den Braten längst. Gemeindeammann Roland Fröhlich erzählt, dass er immer wieder auf das Feld des Hanfbauern aufmerksam gemacht worden sei. Er habe dies der Polizei weitergeleitet, aber nie Bericht erhalten.


 


VSHF