Communiqué 12.02.2013

Autor: VSHF

Berner Grossrätin, WELTWOCHE-IKONE EINE HOCHSTAPLERIN


ein Freiburger Gerichtsurteil stellt es fest


 


 


Nach der Waldau jetzt ein Hochstaplerin auch im bernischen Kantonsparlament: Als „Galionsfigur mit Sachkenntnis und Dossierfestigkeit“ porträtiert WELTWOCHE-Autor Alex Reichmuth in der letzten Ausgabe (07.02.2013) die Berner SVP-Grossrätin Sabina Geissbühler (63), Begründerin vor 14 Jahren und seither Präsidentin der Minigruppierung ‚Eltern gegen Drogen’.


 


Grossrätin Geissbühler stellt sich im Internet mit folgenden Schwerpunkten vor: Drogenpolitik, Bildungspolitik, Europapolitik, Familienpolitik, Gesundheitspolitik, Landwirtschaftspolitik, Migrations- und Asylpolitik, Sicherheitspolitik, Wirtschafts- und Sozialpolitik. Als SVP-Grossrätin reichte sie die Motion Schluss mit den Privilegien von suchtkranken Hundebesitzern ein, im Internet warnt sie vor „längst in Studien belegten, verheerenden Auswirkungen von Cannabis auf Körper und Psyche“, prangert die „Drogen-Hanffelder der skrupellosen Drogenhanfmafia“, an und fordert, dass Gefängnisinsassen, wenn sie weiterhin Cannabis konsumieren, nach gebüsstem Strafvollzug „nicht auf freien Fuss gesetzt werden dürfen“.


 


Kissenfälschung


Am 6. Februar 2013, ein Tag vor Erscheinen des WELTWOCHE-Portraits, fällt das Strafgericht des Broyebezirks in Estavayer (FR) nach dreitägiger Sitzung sein Urteil in einer Angelegenheit die, so die Tageszeitung 20minutes (05.02.2013), wegen einer Strafanzeige von Geissbühler ins Rollen kam: Die SVP-Politikerin und Mutter eines Berner Polizisten und SVP-Nationalrätin ist tief überzeugt, dass der heimische Hanf oder Gotthelf-Hanf (sativa non-indica), verdecktes Cannabis (indica) sei. Um auch andere davon zu überzeugen, hatte die „Eltern gegen Drogen“-Präsidentin in die Trickkiste gegriffen: Durch ein Vereinsmitglied bestellte sie bei einem renommierten Freiburger Hanfbetrieb ein harmloses Hanf-Ruhekissen, füllte es mit Marihuana (Cannabis) nach, spielte es dann der Berner Polizei zu und reichte daraufhin Anzeige ein. Das mitmachende Mitglied wollte Geissbühler „aus Sicherheitsgründen“ nicht beim Namen nennen – „Ich bin einfach immer ehrlich und gradlinig“, sagt sie im WELTWOCHE-Interview.


 


Alles unnütz, das Strategem wurde durchschaut, das anonyme Mitglied heisst Graziella del Bono, ist Ausländerin ohne bekannten Wohnort, das Strafgericht spricht das angegriffene Unternehmen frei und der Staat Freiburg zahlt Fr. 30’000,– Anwaltskosten. Meinte ein Prozessteilnehmer: „Eine Geiss weiss über den heimischen Hanf mehr Bescheid als ihre zweibeinige Namensvetterin, denn die Geiss buhlt um den Hanf, isst und findet ihn gut“


 


VSHF